Im Blog: Jede Sekunde leben fand ich einen sehr schönes Posting zu einer Ehe, die bisher über 30 Jahre besteht.
Einerseits kann ich mich mit freuen, {da war doch was?} aber andererseits … habe ich, so scheint es, immer noch nicht meine Ehe loslassen können, denn dieser Beitrag macht mich etwas traurig und vor allem nachdenklich.
Deshalb auch die kleine Veränderung des Titels.
Bildquelle: unbekannt
Wenn ich nicht …. (Sucht, Erziehung, Dummheit) … nicht alles, aber auch alles falsch gemacht hätte, dann wäre ich im nächsten Jahr 20 Jahre verheiratet gewesen.
Habe ich aber und folgerichtig und berechtigt, hat mich meine, mittlerweile Ex, vor die Tür gesetzt.
Ich habe also (und das ist soweit ich weiß überkonfessionell) eine der Regeln gebrochen: Bis das der Tod Euch scheidet in der Kirche wurde nun ersetzt durch den Richter am Amtsgericht.
Und nun? Wie sieht Gott das? das einzige, was ich im Moment weiß, ich kann es versuchen besser und dann im Sinne Gottes zu machen.
Was bleibt ist die Sorge, oder besser Angst: Im Weltlichen: Geht eine neue so feste Beziehung mit mir wieder den Bach runter? – Und im christlichen Sinn: Und wie sieht Gott das? Welches Versprechen güldet
denn nu?
Fragen über Fragen



Irgendetwas läuft über Trackback nicht korrekt, deshalb nochmals als Kommentar:
“Bis dass der Tod euch scheidet” ist auch für mich eine harte Nuss; denn es gibt neben dem leiblichen Tod auch so etwas wie einen geistigen Tod.
Ich habe im Laufe meines Lebens viele Menschen kennengelernt, deren Ehe zerbrochen ist, die aber in einer neuen stabilen Beziehung einen Neuanfang gefunden haben, der für mich wie eine gottgefällige Ehe aussieht – Kirchenlehre hin, Kirchenlehre her.
Nun, „Was Gott zusammenführt, soll der Mensch nicht trennen“ lautet der Passus in der Bibel, von dem abgeleitet wird. Nun ist die Bibel ein Sammelsurium, zusammengetragen über Jahrhunderte hinweg, zu einer Zeit zudem ein Leben wohl kaum 70 Jahre und mehr dauerte. Ich glaube das Gott eine saubere anständige Trennung eher verzeiht, als ein Leben voller Wut, Unzufriedenheit und Respektlosigkeit für den Partner.
Die angeblich geringere Lebenserwartung bezieht sich nachweisbar auf das unhygienische Europa des Mittelalters und der Renaissance mit einer sehr hohen Kindersterblichkeit unter den Nicht-Juden!
Aber durch die bessere Hygiene galt das zur selben Zeit keineswegs für die Juden in Europa und schon garnicht zu früheren (biblischen) Zeiten.
Die Basis für Deine Argumentation ist wissenschaftlich nicht haltbar sondern ist sowohl von der Statistik als auch von historischen Überlieferungen widerlegt und muß darum sogar als Ammenmärchen gewertet werden.
Trotzdem gebe ich Dir insofern Recht, daß Gott lieber einer Trennung zustimmt als einem Leben voller Heuchelei.
SEIN ursprüngliches Ziel ist aber eindeutig ein ganz anderes: Konstruktives und gedeihliches miteinander Leben in Liebe und Verbundenheit.
Davon sind die meisten Menschen sowohl im Denken als auch im Charakter und Handeln aber weit entfernt! Warum? Beim Lesen der Bergpredigt oder von Johannes drei findet man das u.U. heraus …
maranatah Stephan